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Kommt man auf Faith and the Muse zu sprechen, die im Kernduo aus William Faith, sowie seiner Lebensgefährtin und Muse, Monica Richards, bestehen, werden einem die meisten Leute wohl einhellig beipflichten, dass man es hier mit einer wahren Szene-Legende zu tun hat. Hatte sich Faith bereits durch seine Engagements bei Christian Death und Rozz Williams einen Namen machen können, und Richards als Vokalistin der Kult-Gruppe Strange Boutique, wurde ihr gemeinsames Projekt schnell zu einem der am hellsten leuchtenden Sterne in der Düster-Szene.
Ihre elektische Mischung aus Death Rock, Gothic, Neo Folk, heidnisch-keltischen Einflüssen, neo-klassischen Elementen (wie im Szene-Hit „Cantus“) und Elektronik wusste schnell Menschen aller musikalischen Lager zu begeistern.
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Deswegen ist die Gruppe nicht nur auf fast jeder Szene-Retrospektive zu finden, sondern auch Dauergast auf allen wichtigen Festivals, sei es das WGT, Zillo-, M’era Luna-, oder das Eurorock-Festival, ist. Einer der wichtigsten musikalischen Grundsätze für Faith und Richards ist es, niemals stehen zu bleiben, sondern stets nach vorne zu blicken. Daher verwundert es auch nicht, dass die beiden in den letzten Jahren auch verstärkt die Elektronik in ihren musikalischen Kosmos Einzug nehmen ließen. So klingt ihr Album, „This Burning Season“, frischer und moderner denn je, ohne die verschiedenen musikalischen Wurzeln der Band zu verleugnen. Diese gute Mischung lässt sowohl Anhänger der Düster-Szene als auch des Electro-Lagers gleichermaßen in Begeisterungsstürme ausbrechen, und beweist, dass Faith and the Muse, ganz im Gegensatz zu vielen Kollegen, auch nach so langer Band-Historie kein Anachronismus geworden sind. Die Mischung aus tiefgründiger, spiritueller Lyrik, Monica Richards betörend-kraftvollem Gesang, William Faiths abwechslungsreicher Instrumentierung, und einer modernen elektronischen Produktion ist jedenfalls eine, die in beiden Szenen Ihresgleichen sucht. Und da die Beiden auch jetzt nicht vorhaben, zu stagnieren, darf man mehr als nur gespannt sein, was da noch kommen mag.
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